Spielbericht


SV Neunkirchen-Steinborn
1 : 3

TuS Ahbach
Aufstellung SV Neunkirchen-Steinborn:
Schneider - Crump - Nebeler - Weber - Jardin - Blass - Meyer - Bauer - Emmerichs - Bauer - Sungen
Aufstellung TuS Ahbach:
unbekannt
Auswechselbank SV Neunkirchen-Steinborn:
Kutscheid, Gerhards, Ueckermann
Auswechselbank TuS Ahbach:
unbekannt
Trainer SV Neunkirchen-Steinborn:
Kurt Diederichs
Trainer TuS Ahbach:
unbekannt
Torschützen SV Neunkirchen-Steinborn:
-
Torschützen TuS Ahbach:
-
Wechsel SV Neunkirchen-Steinborn:
-
Wechsel TuS Ahbach:
-

Am zwölften Spieltag empfingen wir im letzten Heimspiel der Hinrunde den noch ungeschlagenen Tabellenführer aus Ahbach. Die Gäste hatten seit dem torlosen Remis in Pronsfeld zum Saisonauftakt alle zehn folgenden Spiele für sich entscheiden können.

Aber auch wir hatten nach der guten spielerischen Leistung beim Unentschieden gegen Pronsfeld und dem fulminanten 7:1 Auswärtssieg in Birresborn eine breite Brust und dem Ahbacher Lauf nach den Heimsiegen in den letzten beiden Spielzeiten ein starkes Selbstbewusstsein entgegenzusetzen.

Im Vergleich zum Sieg gegen die SG Gerolstein am vergangenen Wochenende fehlten uns der gesperrte Ivan Rasskasow und Marcel Diederichs. Auch Jan Mayer musste aufgrund von Leistenproblemen verletzungsbedingt passen. Dafür rückte der zuvor gesperrte Florian Crump zurück in die Innenverteidigung.

Um 15 Uhr im gut besuchten Pützbachtalstadion und bei bestem Fußballwetter im November war es dann angerichtet. Wir hatten bei einer geschlossenen Mannschaftsleistung und gutem Pressing durchaus die Chance, die in Bestbesetzung antretenden Ahbacher nicht zu ihrem Spiel kommen zu lassen und dem Liga-Krösus mit einem effizienten Abschluss vielleicht die erste Saisonniederlage zuzufügen.

In der ersten Viertelstunde ging der Plan so auch voll auf. Beide Mannschaften ließen den Ball trotz der schwierigen Platzverhältnisse gut durch die eigenen Reihen laufen, neutralisierten sich aber weitestgehend im Mittelfeld ohne gefährlich vor dem gegnerischen Tor aufzutauchen.

In der 15. Spielminute verteilten wir dann das erste Geschenk. Einen eigentlich schon geklärten, aber leicht verspringenden Ball jagte Yannic Jardin von der rechten Außenbahn unbeabsichtigt zurück Richtung eigenem Strafraum. Dort legte ein Ahbacher Stürmer den Ball geschickt zurück und die Gäste gingen durch einen Rechtsschuss von Patrick Phlepsen mit 0:1 in Führung.

Von diesem frühen Rückstand ließen wir uns allerdings nicht beirren, sondern kamen noch besser ins Spiel und somit auch zu den ersten richtig dicken Chancen.
Markus Bauer verfehlte freistehend vor dem herauseilenden Torwart mit einem Heber nur knapp das Ahbacher Gehäuse. Kurz darauf war es dann Yannic, der seinen Patzer beinahe wiedergutmachte, aber leider knapp verzog. Wiederum ein paar Minuten später scheiterte dann auch Mario Sungen mit einem Schuss am Gästekeeper. Die Chancen waren da, nur ließen wir wie so häufig im Sechszehnmeterraum die nötige Kaltschnäuzigkeit vermissen, um auch das Ergebnis herumzubiegen.

Es musste dann eine Standardsituation herhalten, um dem SVN den hochverdienten 1:1 Ausgleich zu bringen. Gabriel Blass war es, der in der 24. Minute einen Freistoß aus etwa 25 Metern direkt verwandelte. Der Ball wurde hierbei von der Mauer noch entscheidend abgefälscht.

Der neue Spielstand hielt leider nur für circa fünf Minuten, da wir uns weiterhin auf Präsente-Tour befanden. Nach dreifachem Klärungsversuch wurde der Ball den Ahbachern in die Füße gespielt und es war wiedermal Patrick Phlepsen, der das Leder mit einem satten Sonntagsschuss aus der Distanz zum 1:2 in den rechten Knick hängte.

Noch vor der Halbzeitpause erhöhten die Ahbacher nach einem vermeidbaren Schnitzer auf unserer rechten Abwehrseite sogar noch auf 1:3. Daniel Weber ließ sich in einem Zweikampf den Ball abluchsen und in der Mitte hatte Nicolas Clausen in der 38. Minute keine Mühe den folgenden Querpass zu verwerten. Tobias Schneider im Tor war bei allen Gegentreffern chancenlos.

Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Halbzeitpause. Die Gäste waren sichtlich unzufrieden mit dem eigenen Spiel und lagen dank unserer vorweihnachtlichen Geberstimmung dennoch glücklich mit zwei Toren in Front. Aufgrund des Verlaufes und der am heutigen Tag ausgeglichenen Spielstärke blieb uns allerdings die Hoffnung, mit einem Anschlusstreffer das Spiel nochmal spannend gestalten zu können.

Wider Erwarten plätscherte die Partie dann nach Wiederanpfiff eine ganze Weile vor sich hin, ohne dass es zu gefährlichen Strafraumszenen kam. Beiderseits fehlte ein wenig die Frische, wohl auch aufgrund des tiefen Platzes.

In der 57. Minuten musste Yannic dann nach einem Zusammenprall an der Seitenlinie ausgewechselt werden und wurde vorsichtshalber ins Krankenhaus gebracht, wo sich der Verdacht einer Gehirnerschütterung bestätigte. Wir wünschen an dieser Stelle eine gute Besserung!

Kurze Zeit später hielt Tobi uns im Spiel, als er einen Kopfball aus kurzer Distanz in Weltklassemanier noch an die Latte lenken konnte und anschließend zum Eckball klärte. Es blieb also beim Zwei-Tore-Abstand, der mit einem weiteren SVN-Treffer eine spannende Schlussphase versprach.

Die Ahbacher kamen uns ein Stückchen entgegen, indem sie sich in Person von Doppeltorschützen Patrick Phlepsen (Gelb-Rot / 80. / Ball wegschlagen, taktisches Foulspiel) und Torschütze Nicolas Clausen (Rot / 84. / Meckern beim Schiedsrichter) selber schwächten.

In doppelter Überzahl konnten wir in den letzten Minuten den Druck nochmals deutlich erhöhen. Zu wirklich klaren Gelegenheiten kamen wir allerdings nicht mehr, da entweder die Präzision beim letzten Pass fehlte bzw. wir im Strafraum zu hektisch agierten.

Letzten Endes blieb es beim Spielstand von 1:3, was dem Spielverlauf so nicht ganz entspricht, aber aus Ahbacher Sicht auch nicht unverdient ist, da sie unsere drei Geschenke eiskalt ausnutzten und im Anschluss das Spiel recht souverän beendeten ohne uns nochmal richtig rankommen zu lassen.

Jetzt gilt es, den Fokus auf das nächste Auswärtsspiel am Samstag um 20.00 Uhr bei der punktgleichen SG Weinsheim zu legen und die 1:6 Pleite aus der 2. Pokalrunde im August vergessen zu machen. Mit einer solch kämpferisch und läuferisch starken Leistung wie in den letzten Partien sollten dort zum Abschluss der Hinrunde auf jeden Fall drei Punkte zu holen sein.