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RÜCKKEHR IN DIE A-KLASSE

Aufstieg über die Relegation in die A-Klasse und Etablierung als Dino in der höchsten Klasse des Fußballkreises Eifel: Beginnend mit der Saison 2008/09 beschreibt dieser Artikel die Geschichte der ersten Mannschaft in den 10er Jahren.

Vorerst kein Wiederaufstieg - oder doch?

Dieser Text wurde für das 80-jährige Vereinsjubiläum geschrieben, Mai 2026.

Verfasser: Fabian Emmerichs

Wir schreiben nun die Saison 2008 / 2009. Nachdem nach der Aufstiegssaison noch unter Trainer Sebastian „Buddy“ Weber ein ordentlicher 5. Platz eingefahren werden konnte, die positive Entwicklung der ersten Mannschaft wie berichtet anschließend mit einem eher ernüchternden 7. Platz unter Hans Drückes zunächst nicht fortgesetzt werden konnte, sahen sich die sportlichen Macher um Christoph Meyer (ab hier im weiteren Bericht „Amboss“) und Ralf Haas nunmehr wieder einmal vor einem Umbruch, zumindest die Trainerposition betreffend.

Als sich die Möglichkeit ergab, mit Michael „Otze“ Häb einen Trainer zu verpflichten, der bereits Erfahrung in der A-Klasse aufweisen konnte und als Sympathieträger galt, wollte man diese Gelegenheit unbedingt beim Schopfe ergreifen.

Nach einem zufälligen Aufeinandertreffen im Vorfeld auf dem Wittlicher Oktoberfest von Otze mit unserem Spieler Daniel Haas, der sich zu diesem Zeitpunkt in seiner letzten Saison als Spieler des SVN befand, war auch schnell der Wunsch-Co-Trainer von Otze auserkoren.

Als Dani in dieser Zeit mit dem Auto durch Daun fuhr - noch nichts von seiner angedachten Co-Trainer-Rolle wissend, aber sehr wohl von bereits zweier stattgefundener Treffen des Vorstandes mit Otze im berühmten Wintergarten von Amboss - sah er ebendiesen Otze plötzlich telefonierend beim Geschäft „Heinz Bauer“ stehend und hoffte inständig, dass Otze in diesem Moment unserem Vereinschef Amboss zusagen würde. Später erfuhr Dani, dass Amboss und Otze hier tatsächlich nochmals miteinander telefonierten und der Wunschtrainer unserem SV sodann zusagte.   

Ab diesem Zeitpunkt sollte er in den folgenden Jahren gemeinsam mit Dani eine Zeit prägen, in der unser SVN endgültig wieder wachgeküsst wurde – ein wahrer Glücksgriff des damaligen Vereinsvorstands.

 

Die erste Saison unter dem neuen Trainerduo weckte sofort weitere Aufbruchsstimmung im Pützbachtal. Es entwickelte sich ein packender Kampf um den Aufstieg in die A-Klasse mit den Kontrahenten Auw II und Wallersheim, das Auswärtsspiel bei letzterem mit Kauths kernigem Kunstschuss wird noch so manchem in Erinnerung sein. Auch die beiden 1:0 Erfolge gegen Watzerath, insbesondere das Auswärtsspiel bei Blitz, Donner und Nässe und mit Irmchens Regenschirm, der beinahe umfunktioniert wurde, waren besonders. Auch der späte Ausgleich im Spitzenspiel gegen Auw durch Otze persönlich, der sich kurz zuvor einwechselte, bleibt unvergessen.

Durch einen Wechselfehler um unseren Youngstar Andi Braun im Rückspiel gegen Gönnersdorf, bei dem uns eine besondere Regelung von limitierten Einsatzzeiten von A-Jugendspielern nicht bekannt war, verloren wir die Punkte am grünen Tisch an den Gegner und mussten, statt die Meisterschaft feiern zu dürfen, in die Relegation. Viele Zeitzeugen sagen bis heute, dass diese letztlich das Beste war, was uns damals hätte passieren können, sollte sie doch mit zwei unfassbar schönen Spielen und unfassbarerer Fanmobilisierung des ganzen Pützbachtals in Fließem, wo ausgerechnet Andi entscheidend zum Sieg beitragen konnte (eindeutig in der Rubrik „Geschichten, die nur der Fußball schreibt“) und zu Hause gegen Speicher einen für uns wunderschönen Verlauf nehmen und uns tatsächlich in die A-Klasse führen!

 

Dort angekommen, konnte man sich nach zunächst drei Auftaktniederlagen gegen Wallenborn, Neidenbach und Mitaufsteiger Auw II am vierten Spieltag mit einem 2:0 in Darscheid in der Liga anmelden und sich anschließend etablieren.

In der zweiten Saison nach dem Aufstieg sollte man sodann gar nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben und fuhr einen starken fünften Platz ein.

In beiden Saisons erreichte man zudem das Pokalhalbfinale, wodurch die Sehnsucht nach dem ganz großen Wurf in diesem Wettbewerb weiter reifte...

 

Otze und Dani gelang es, unseren SVN mit den weiteren Tabellenplätzen 8, 10 und 10 bis zum Ende ihrer ersten Amtszeit zum Sommer 2014 in der A-Klasse zu etablieren. Insbesondere die Derbysiege in Wallenborn in dieser Zeit bleiben wohl für viele unvergessen.

Aus taktischer Sicht war insbesondere die Einführung der Viererkette, mit der sich vor allem Taktikfuchs Dani detailliert auseinandersetzte, als nächster Schritt unserer Spielweise zu nennen.

Zwischenzeitlich wurde das Trainerteam um den Torwarttrainer Markus Romanczyk erweitert, der fortan maßgeblich für die Entwicklung unserer Keeper sorgte.

Auch konnten in diesem Zeitraum einige Neuzugänge wie Ivan Rasskasow, Gabriel Blass und Marcel Diederichs gewonnen werden, die das Gesicht unserer Mannschaft über die folgenden Jahre prägen sollten.

 

Zur Saison 2014 / 2015 musste nun also nach sechsjähriger Beständigkeit auf der Trainerposition ein neues Trainerteam für unsere Feldspieler gefunden werden – Markus machte zum Glück weiter.

Es wurden Kurt Diederichs und Thorsten Kutscheid als gleichberechtigtes Trainerteam auserkoren, das Erbe von Otze und Dani anzutreten. Kurt und Thorsten gelang eine weitere Entwicklung der Mannschaft, was sich alleine schon anhand der folgenden Tabellenplätze 8, 6 und 4 klar erkennen ließ.

Im Kreispokal konnte man in der letzten Saison von Kurt und Thorsten erneut ins Halbfinale einziehen und scheiterte dramatisch mit einem Ausgleich in der 120. Minute und anschließendem Elfmeterschießen in Lützkampen. Die Gier nach dem Pokalsieg wuchs weiter an ...

In diesen Zeitraum fiel auch die Integration weiterer Neuzugänge und Jugendspieler, hier insbesondere den von Bernd Meyer hervorgebrachten starken 1996er-Jahrgang.

Auch die sommerlichen Trainingslager von Kurt und Thorsten in der Bundeswehrliegenschaft Brauheck sind vielen Spielern bis heute in schöner Erinnerung und sorgten für die nötige Teamchemie der guten sportlichen Entwicklung.

 

Zum Sommer 2017 beendeten Kurt und Thorsten auf eigenen Wunsch ihre Trainertätigkeit beim SVN. Somit wurden neue Trainer benötigt, wobei es letztlich keine wirklich neuen wurden, sondern alte Bekannte: Otze und Dani traten ihre zweite Amtszeit an. Hierzu wurde Otze aus dem Trainerruhestand geholt und Dani von der SG Mehren / Darscheid, wo er erfolgreich als Cheftrainer arbeitete, losgeeist.

In dieser Zeit konnte endlich das Pokalfinale erreicht werden, auf dem Weg dorthin wurde unter anderem der SV Speicher denkwürdig ausgeschaltet. In doppelter Unterzahl kassierte man in der 90. Minute das 3:3, rettete sich zu neunt über die dreißigminütige Verlängerung ins Elfmeterschießen – und gewann dieses. Bis in die frühen Morgenstunden wurde bei Dackel im Gartenhaus gefeiert und so mancher unserer Spieler (und Trainer) wunderte sich, wie viel Verkehr auf dem Heimweg aus Pützborn angesichts der fortgeschrittenen Uhrzeit bereits auf den Straßen war.

Das Finale in Leudersdorf verlor man jedoch ebenso denkwürdig mit 3:6 gegen Irrel. Sollte es denn wirklich nicht sein mit dem A-/B-Klassen – Pokalsieg ? 

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